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Tag gegen Lärm am 25. April 2012

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Hennef-Happerschoß leidet nach wie vor unter dem Fluglärm des Flughafens Köln Bonn (CGN)

tgl_logo_weltkugelZum 15. mal findet der "International Noise Awarness Day", der "Tag gegen Lärm" statt. In diesem Jahr ist der Tag gegen Lärm auf Mittwoch, den 25. April 2012, festgesetzt. Dabei handelt es sich um eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V.

Viele Organisationen unterstützen diese Aktion, hier seien nur einige Unterstützer genannt: Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt, Verkehrsclub Deutschland VCD, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Umweltamt Düsseldorf etc.

Das Thema Lärm bewegt nach wie vor den Ort Happerschoß, liegt er doch im Einzugsbereich des Flughafens Köln Bonn. Über Happerschoß hinweg geht der Abflugkorridor des Flughafens Köln Bonn und ist somit durch den startenden Flugverkehr stark belastet. Und dies Tag und Nacht, da der Flughafen Köln Bonn einer der wenigen Flughäfen ohne Nachtflugverbot ist.

Laut dem Kölner Stadtanzeiger (Bericht vom 17. März 2012 von Lutz Feierabend) ist nun politisch wieder Bewegung in das Thema Nachtflugverbot gekommen. Die amtierende Regierung aus SPD und Grüne wollen noch vor der Neuwahl des Landtages am 13. Mai 2012 per Anordnung verbieten, dass Passagierflüge vom Flughafen Köln Bonn aus nachts abgewickelt werden können. Große Auswirkungen hätte das Verbot jedoch nicht, da der Anteil der Passagierflugzeuge insgesamt nur 5% am Nachtflugverkehr ausmacht. Der Löwenanteil am Nachtflug wird durch den Frachtflugverkehr verursacht.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre das aber dennoch. Aber wahrscheinlich ist es nicht, dass die Anordnung greifen wird, da diese vom Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bestätigt werden muss. Eine Zustimmung durch den CSU-Minister ist allerdings unwahrscheinlich.

Eines der beiden Schwerpunktthemen in diesem Jahr am Tag gegen Lärm ist übrigens der Fluglärm. Auf der offiziellen Internetseite ist zu diesem Thema folgendes zu finden:

"Fluglärm ist zur Zeit in mehreren Regionen, insbesondere in Berlin/Brandenburg und Frankfurt/Südhessen, aber natürlich auch in den momentan weniger im Fokus der Medien stehenden Gebieten rund um die anderen bundesdeutschen Flughäfen herum, das dominante Thema. Mit der individuellen Belästigung und Belastung der Anwohner/innen steigen auch die sozialen Kosten für die Behandlung (lärm)stress- und schadstoffinduzierter Erkrankungen und die Beseitigung bzw. Vermeidung von Umweltschäden. Laut WHO und JRC führt die Belastung durch Verkehrslärm allein in der EU und den sonstigen westeuropäischen Staaten zum Verlust von mehr als einer Million gesunden Lebensjahren pro Kalenderjahr, zum größten Teil in der Folge nächtlicher Schlafstörungen durch Lärm.

Das Statistische Bundesamt verzeichnete für das Jahr 2010 1,5 Mio. gewerbliche Flugzeugstarts in Deutschland - mit steigender Tendenz. Die meisten Menschen möchten gerne in den Urlaub fliegen oder auf schnellstem Wege zu ihrem Geschäftstermin gelangen - und niemand möchte die akustische und chemische Umweltverschmutzung, zumindest nicht direkt über seinem eigenen Dach. Wie gehen wir, wie geht die Gesellschaft mit dieser Diskrepanz um? Welche Lösungsmöglichkeiten stehen uns zur Verfügung?"

Wir werden weiter mit dem Flugverkehr leben müssen. Wenn sich dies in erträglichen Grenzen hält, ist das nicht zu beanstanden. Derzeit ist jedoch zu beobachten, dass die Belastungen steigen. Und hier gilt es, aufmerksam zu sein, die Belastungen über die Region gleich zu verteilen und nicht auf einzelne zu konzentrieren. Vielleicht kann man auch das eigene Verhalten prüfen, inwieweit man Mitverursacher ist und durch das eigene Tun und Handeln Dinge verändern kann.

Klaus Wiegand


Weitere Informationen:


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. November 2018 um 08:48 Uhr  

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