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Nachtflug über Happerschoß - Demo am 24. März 2012

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Immer mehr Flugzeuge passieren in der Nacht den Ort Happerschoß in Hennef

2012_03_24_demo_nachtflugverbot_cgn_01Nach wie vor ist der Nachtflug vom Flughafen Köln Bonn (CGN) nicht eingeschränkt. Als Argumentation werden die wirtschaftlichen Interessen und die damit verbundenen Arbeitsplätze herangeführt. Die meisten politischen Parteien haben so ihre Schwierigkeiten, die Wünsche und Bedürfnisse (und die Gesundheit) der Bürger aus der Region in Einklang zu bringen mit wirtschaftlichen Interessen und den Arbeitsplätzen, die am Nachtflugverkehr hängen.

Dieses Thema verfolgt die Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn e.V. nun schon seit vielen Jahren. Gemeinsam mit anderen Umweltverbänden hatte die Lärmschutzgemeinschaft am Samstag, den 24. März 2012 eine Demonstration organisiert, um ein weiteres mal auf das Problem des Nachtflugs am Flughafen Köln Bonn aufmerksam zu machen. Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert, sich zu beteiligen und um 15.00 Uhr am Terminal 2 des Flughafens Köln Bonn zu sein. Zeitgleich wurde in vielen anderen Städten bzw. auf anderen Flughäfen demonstriert, so in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig und München.

2012_03_24_demo_nachtflugverbot_cgn_06Auch für Bürgerinnen und Bürger aus Happerschoß und aus Hennef war das die Gelegenheit, Präsenz zu zeigen und damit zum Ausdruck zu bringen, dass man mit dem Nachtflug nicht einverstanden ist. So haben sich aus Hennef Bürger auf dem Bahnhof getroffen, um von dort aus mit dem Regionalexpress und mit der S-Bahn zum Flughafen zu fahren. Gemeinsam mit Bürgern vieler anderer Gemeinden wurde ausdrucksstark bekundet, dass die Politik aufgefordert ist, eine Lösung für das Problem zu finden. Vertreten waren neben Hennef die Städte und Gemeinden Lohmar, Overath, Neunkirchen-Sellscheid, Bensberg, Windeck Rösrath und Köln.

Vertreter verschiedener Organisationen haben durch ihren Wortbeitrag auf die Folgen des Lärms, der durch vor allem dem in der Nacht stattfindenden Frachtflugverkehr verursacht wird, aufmerksam gemacht. Kraftvoll und mitreißend war vor allem die Rede vom Siegburger Bürgermeister Fran Huhn (CDU), der die Nachtflugerlaubnis als "Lärmterror" bezeichnete und der eine Klage beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingereicht hat, um gegen die Nachtflugerlaubnis vorzugehen. Hier zeigt sich, dass das Pro und Contra hinsichtlich des Nachtflugs quer durch die Parteien geht. Herr Huhn hat versprochen, dass er mit seinem Freund Klaus Röttgen, Bundesumweltminister und Ministerpräsidentenkandidat in Nordrhein-Westfalen, spricht und ihm abverlangt, eindeutig Stellung zu beziehen zum Thema Nachtflug am Flughafen Köln Bonn. Diese Stellungnahme ist auch interessant in Zusammenhang mit der Landtagswahl, die am 13. Mai 2012 in Nordrhein-Westfalen stattfinden wird.

Weitere Redner waren Helmut Breidenbach von der Lärmschutzgemeinschaft, der das Thema Wirtschaftlichkeit und Kosten des Nachtflugverkehrs abgewogen hat. Die Folgen des Nachtflugs, gesundheitliche Beeinträchtigungen und die daraus entstehenden Folgen haben alle zu tragen (Gesundheitskosten, pharmazeutische Produkte), die wirtschaftlichen Erträge fließen der Flughafengesellschaft zu. Horst Becker (Bündnis 90/Die Grünen), ehemaliger Staatssekretär in Nordrhein-Westfalen hat die Entwicklungsgeschichte des Nachtflugs erläutert und dargelegt, dass der Nachtflug durch eine lückenhafte Gesetzgebung erst ermöglicht wurde.

Viele Bürgerinnen und Bürger aus der Region sind mit der Erwartung gekommen, das Thema Lärm durch den Flugverkehr in den Vordergrund zu rücken und zum politischen Thema zu machen, auch mit Blick auf die anstehende Landtagswahl. Präsent waren keine Krawallmacher, sondern Menschen aus der Region, die jeden Tag und jede Nacht mit dem Fluglärm leben müssen und sich im ersten Schritt eines wünschen:

Abendrot, Morgenrot, und dazwischen Flugverbot.


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. November 2018 um 08:48 Uhr  

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