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Mobilfunkmast in Hennef-Happerschoß

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mobilfunkmastAn dieses oder ein ähnliches Bild werden wir uns in Happerschoß gewöhnen müssen. Der Dorf- und Umweltausschuss hat der Errichtung eines Mobilfunkmasts in Happerschoß zugestimmt.

Kalt gelassen hat dieses Thema im Vorfeld die Happerschosser nicht. Sie haben daher 240 Unterschriften gesammelt, die sich gegen die Aufstellung des Masts richten. Dagegen ausgesprochen hat sich auch der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Remigius. Der Grund für die Skepsis ist vor allem der Standort des geplanten Mobilfunkmasts.

Er wird in unmittelbarer Nähe zum Sportplatz, der Happerschosser Grundschule und dem angrenzenden Katholischen Kindergarten errichtet werden. Der Abstand zur Schule beträgt etwas mehr als 100 Meter, ebenso zum Kindergarten. Der Abstand zum Sportplatz ist jedoch geringer. 100 Meter Abstand sind vorgeschrieben zu „sensiblen Nutzungen“ wie Schulen, Kindergärten und Spielplätzen. Die Sorge ist, dass sich die elektromagnetischen Felder auf die Gesundheit vor allem der Kinder auswirken können.

Diese Sorge teilen der Mobilfunkbetreiber O2, die CDU und die FDP (sie haben die Mehrheit im Dorf- und Umweltausschuss) nicht. Befragt man zum Thema "Mobilfunkmast" Google oder eine andere Suchmaschine, stößt man auf eine Vielzahl von Artikeln, die die Gefahren der elektromagnetischen Strahlung behandeln, auch auf die Entwicklung von Kindern. Hier ein Artikel, bei dem es um Leukämie-Erkrankungen geht, von A. M. Sommer, School of Engineering and Science, International University Bremen, D-28759 Bremen, der zu der folgenden Schlussfolgerung kommt:

"Zurzeit liegen keine stichhaltigen Beweise vor, dass elektromagnetische Felder, wie sie durch das bisherige Mobilfunksystem hervorgerufen werden, einen negativen Effekt auf das blutbildende System haben. Die Datenlage ist jedoch nicht eindeutig, so dass noch weitere Studien besonders zum Wirkmechanismus eines möglichen Einflusses durchgeführt und die Ergebnisse verschiedenen Langzeitstudien noch abgewartet werden müssen, bevor eine abschließende Beurteilung erfolgen kann. Mit Ausnahme der Bremer Studie sind uns weitere Untersuchungen zum UMTS-System und Leukämie-Erkrankungen oder Lymphom-Bildung nicht bekannt."

Hier bekommen Sie den vollständigen Artikel. Es stellt sich die Frage, ob hier, wie so oft im politischen Wirken, mit der erforderlichen Sensibilität und Augenmaß an die Erarbeitung von Lösungen herangegangen worden ist. Muss ein Mobilfunkmast in unmittelbarer Nähe zu einer Grundschule und einem Kindergarten errichtet werden? Wahrscheinlich hätte es Alternativen gegeben, die man allerdings auch wollen muss.


 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. November 2018 um 08:45 Uhr  

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