Start Happerschoß So war es früher Erinnerung an Monsignore Prälat Alfons Löbbert

Erinnerung an Monsignore Prälat Alfons Löbbert

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Monsignore Prälat Alfons Löbbert, erster Leiter des Jugenddorfes St. Ansgar, Happerschoß, wäre im Jahr 2012 100 Jahre alt geworden

ZUR ERINNERUNG AN MSGR. PRÄLAT ALFONS LÖBBERT, von 1959 - 1989 in Happerschoß Leiter u. maßgeblich beteiligt am Bau des Jugenddorfes St. Ansgar

1960_st_ansgarPrälat Alfons Löbbert wurde am 30. Oktober 1912 in Essen geboren. Nach bestandenem Abitur studierte er von 1932 bis 1938 Philosophie und Theologie in Bonn, Freiburg und Bensberg.

Nach der Priesterweihe am 3. März 1938 im Kölner Dom begann seine jahrzehntelang währende Tätigkeit für die Jugend. Zuerst war A. Löbbert zehn Jahre bis 1948 Assistent im Raphaelshaus in Dormagen, einer Einrichtung für besonders erziehungsbedürftige junge Menschen in katholischer Trägerschaft.

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Msgr. Prälat Alfons Löbbert
geb. 30. Oktober 1912
Priesterweihe 3. März 1938
gestorben 11. Mai 1989

Den Krieg erlebte er als Fahrer eines Krankenwagens an der Ostfront. Nach Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft kehrte er zum Raphaelshaus nach Dormagen zurück.

Schon bald wurde ihm die schwere Aufgabe der Leitung des neu gegründeten Jugendwerkes St. Ansgar übertragen, das auf Initiative des damaligen Erzbischofs von Köln, Kardinal Frings, von den Diozösen Köln, Münster, Aachen, Hildesheim, Paderborn und Osnabrück ins Leben gerufen worden war, und sich insbesondere der durch Kriegswirren beeinträchtigten und zum Teil verwahrlosten Jugendlichen widmete. Das Jugendwerk befand sich damals in dem zum großen Teil zerstörten Fliegerhorst Adelheide in Delmenhorst bei Bremen. Fast aus dem Nichts heraus musste in den Anfängen mit viel Sorge und Mühe für rund 500 verwaiste und gefährdete Jugendliche eine Heimat geschaffen werden. Schon in Adelheide entwickelte Prälat Löbbert ein pädagogisches Konzept mit der Koppelung von heimpädagogischer Betreuung, schulischer Bildung und beruflicher Ausbildung, um so dem jungen Menschen nach seinem Heimaufenthalt eine Existenzsicherung zu ermöglichen.

Im Zuge des Wiederaufbaus der Bundeswehr wurden die langfristig gepachteten Gebäude des Jugendwerkes in Adelheide von der Bundeswehr benötigt. Ein baulicher Neubeginn war erforderlich, um eine neue Heimat für die engagierte Jugend aufzubauen.

In Hennef – Happerschoß konnte ein geeignetes Anwesen erworben werden. Hier erfolgte im Rahmen der Gesamtbaumaßnahme die Errichtung des neuen Jugendwerkes. Weit über 20 Großbauten waren zu errichten. Prälat Löbbert hatte als Leiter des Jugendwerkes am Aufbau und der Einrichtung der Bauten in Happerschoß maßgeblichen Anteil. Hierbei wurde er durch viele langjährige Mitarbeiter tatkräftig unterstützt.

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PRÄLAT ALFONS LÖBBERT BEI SEINEM
50–JÄHRIGEM PRIESTERJUBILÄUM 1988

1970_happerschoss_kapelle_sankt_ansgar_800x498Mit dem Bezug der neuen Bauten im Jahre 1959 begann für das Katholische Jugendwerk ein neuer Zeitabschnitt.

Das neue pädagogische Zentrum umfasst Wohnhäuser, Ausbildungswerkstätten, therapeutische und freizeitpädagogische Einrichtungen und Schulen für die Jugendlichen sowie Wohnhäuser für die Mitarbeiter. Versorgungsbetriebe und technische Anlagen befinden sich ebenfalls in eigenen Gebäuden. Die St. Ansgar Kirche konnte 1967 geweiht werden.

Unter der Leitung von Prälat Löbbert wurde das Konzept des Jugendwerkes aufgebaut : Wohnbereiche für Jugendliche und Mitarbeiter, psychologisch – therapeutische Hilfestellungen, Unterricht in der eigenen Haupt- und Berufsschule und Ausbildung in eigenen Ausbildungsbetrieben. Daneben wurden externe Förderungsmöglichkeiten für die Betreuten wahrgenommen

Der Arbeit für die ihm anvertrauten jungen Menschen hat sich Alfons Löbbert mit ganzer Kraft gewidmet. Hierfür hat er auch bei vielen jungen Menschen Dank gefunden.

Der Bundespräsident zeichnete ihn mit dem Bundesverdienstkreuz aus.

Wegen seiner besonderen Verdienste wurde er 1963 durch den Hl. Vater zum Monsignore ernannt. Das Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes in Gold wurde ihm 1972 verliehen.

Nahezu 41 Jahre hat Herr Prälat Löbbert als Priester und Seelsorger im pädagogischen Dienst für die Jugend gestanden. Am 1. Februar 1979 hat er die Amtsgeschäfte des Direktors des Jugendwerkes St. Ansgar niedergelegt. Er hat bis zuletzt die Aufgabe eines Priesters für die Mitarbeiter des Jugendwerkes und auch für die Jugend wahrgenommen.

(Bericht erstellt und mit Bildern versehen von Bernd Pützstück)


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. Dezember 2012 um 00:51 Uhr  

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