Start Happerschoß So war es früher Der Bödinger Hof - Happerschoß

Der Bödinger Hof - Happerschoß

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Erinnerung an den Bödinger Hof, eine damals fränkische Hofanlage

2007_boedinger_hof_annostrasseDie Entstehung der uralten fränkischen Hofanlage, dem Bödinger Hof gelegen an der heutigen Annostraße, kann mit der Entstehungszeit von Happerschoß um das Jahr 1100 in Verbinung gebracht werden. Königin Richezza schenkte im Jahr 1054 dem Kloster Brauweiler mehrere Gehöfte und eine kleine Kapelle in Happerschoß, einer der Gehöfte wird wohl der Bödinger Hof gewesen sein.

 

Den ersten schriftlichen Nachweis über den bis zu diesem Zeitpunkt namenlosem Hof finden wir in einer Urkunde aus dem Jahr1443: Johann von Zweifel, Amtmann zu Lülsdorf, und Agnes, seine Ehefrau, treten an das Kloster Bödingen ihren Hof zu Happerschoß mit allem Zubehör ab, verbunden mit einem Tausch gegen den Hof zu Stockheim im Amt Löwenburg. Das wird beurkundet vom Freigericht zu Happerschoß auf Markus Evang. 1443.

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Vielleicht hat der Hof zu Beginn so ausgesehen.

Dieser Johann von Zweifel und Agnes von Fratz, seine Frau, treten auch sonst als Wohltäter auf.

Einmal geben sie einen Zehnten bei Lauthausen, genannt der Haenre Tzynde, im Werte von jährlich 6 Gulden für eine Memorie, ferner bei dem Hof Braschoß.

Verpachtet wird der Hof zu Happerschoß 1624 an Abel Heinrich Schmidts Sohn, der mit seinen Pferden jährlich acht Tage zur Verfügung stehen muss. Die Kriegswirren erfordern hier Nachlass bei den Abgaben. Für 1765 wird als letzte Abgabe beurkundet: 2. Juli überliefert 2 geräucherte Schinken und 1¾ Maßen Butter.

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Wie eine echte fränkische Hofanlage hat der "Bödinger Hof" noch bis zum Jahr 1958 ausgesehen.

1803 wird der Ertrag auf 79 Rthlr. 13 Stüber geschätzt. Die sonstige Belastung des Hofes war: An Maischatz 12 Albus kölnisch und um Martini ein Viertel Schatzhafer.

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Register der Halbwinner

In dem Register der Halbwinner* des Geisbacher Kloster Convents 1794 – 1803 finden wir eine alphabetische Aufstellung der Klostergüter die zu "Marien-Bödingen" gehörten.
(HALBWINNER = Ein Halfe (auch Halbwinner) war ein Pächter mit besonderem Pachtvertrag. Dieser hatte einen bestimmten Anteil, zumeist die Hälfte, seines Ertrages an den Grundherrn abzuliefern.)

Grenzstein "Marien Bödingen"

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Grabmal des Geisbacher Klosterhalfen Peter Birkheuser a.d. Sieg bei Lauthausen

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Luftbild Happerschoß (ca. 1940) auf dem Bild oben links der "Bödinger Hof"

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Der "Bödinger Hof" Mitte der 1970er Jahre

(Bericht erstellt und mit Bildern versehen von Bernd Pützstück)


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. Dezember 2013 um 22:33 Uhr  

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