Start Happerschoß So war es früher Die Glocken von St. Remigius

Die Glocken von St. Remigius

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RemigiusglockeVor allem samstags und sonntags sind die Glocken von St. Remigius präsent, wenn sie zur hl. Messe rufen. Und so, wie die Kirche St. Remigius zum Kern vom Dorf Happerschoß gehört, so gehören die Glocken von St. Remigius in das Klangbild von Happerschoß. Zum Geläut in Happerschoß gehören zwei Glocken, die beide noch nicht wirklich alt sind. Das sind die größere Marienglocke mit einem Gewicht von ca. 320 kg und die Remigiusglocke mit ca. 200 kg. Beide Glocken wurden am 28. Oktober 1958 von der Glockengießerei Mabilon & Co. zu Saarburg gegossen.

Dass Happerschoß auf keine älteren Glocken zurück blicken kann, liegt erstens an dem großen Feuer von 1807, zweitens an zwei Weltkriegen und drittens am nicht so schönen Klang der ersten Remigiusglocke.

Bei dem Brand von Happerschoß und auch der Kirche im Jahr 1807 sind die Glocken geschmolzen. Die Kirche ist im Jahr 1818 wieder neu errichtet worden, im Jahr 1830 besaß St. Remigius dann auch wieder eine namenlose Glocke mit einem Gewicht von ca. 120 kg. 1853 wurde dann die erste Remigiusglocke durch den Glockengießer Christian Claren in Sieglar gegossen, die ein Gewicht von ca. 210 kg hatte und sie ergänzte die Namenlose.

1917 wurde dann die kleine namenlose Glocke Opfer des ersten Weltkrieges.

1922 wurde die erste Marienglocke mit einem Gewicht von ca. 300 kg beschafft von der Glockengießerei Franz Schilling in Apolda, Thüringen. Nach 22 Jahren im Jahr 1944 wurde diese Glocke dann Opfer des zweiten Weltkrieges.

MarienglockeIm Jahr 1958 stiftete Frau Helene Hemmersbach geb. Linden der Gemeinde 4.000,00 Mark, damit die Kirche St. Remigius wieder zu einem Geläut kommt. Und weil die alte Remigiusglocke keinen so schönen Klang hatte, wurde diese eingeschmolzen und eine neue Remigiusglocke gegossen.

Die Remigiusglocke ist gestimmt auf den Ton d, sie trägt die Inschrift "HAPPERSCHOß 1958. ST. REMGIUS HEIßE ICH, DIE LEBENDEN RUFE ICH ZUM GOTTESDIENST, DIE TOTEN BEWEINE ICH. ZUM LOBE GOTTES SCHENKTE MICH DIE PFARRFAMILIE."

Die Marienglocke erklingt im Ton h und hat die Inschrift "HAPPERSCHOß 1958. GEGRÜßT SEIST DU MARIA REIN, VOLL GNADE IST DAS HERZE DEIN! MICH HAT GESCHENKT HELENE HEMMERSBACH, GEB. LINDEN."

Diese Glocken begleiten uns also hier in Happerschoß. Nun bleibt zu wünschen, dass es keinen der genannten Anlässe mehr gibt, dass St. Remigius Happerschoß sein Geläut verliert.

(Die Bilder wurden der Gedenkschrift "900 Jahre St. Remigius Happerschoß" von H. Neumann und H. J. Roggendorf aus dem Jahr 1966 entnommen.)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. März 2012 um 15:18 Uhr  

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